Haushaltshilfe ist eine Sozialleistung, die in Deutschland von den Trägern der Sozialversicherung und den Sozialhilfeträgern übernommen werden kann.

Formen der Haushaltshilfe

Die Haushaltshilfe umfasst alle Tätigkeiten, die zum Führen eines Haushaltes gehören, wie z.B. Kinderbetreuung, Essenszubereitung, Wohnungsreinigung, Kleiderpflege etc. Der Umfang der Leistung richtet sich nach dem jeweils individuellen, tatsächlichen Hilfebedarf. Kann der Haushalt noch teilweise weitergeführt werden oder ist zu bestimmten Zeiten die Haushaltsführung durch eine andere Person des Haushalts möglich (z.B. Wochenende, Urlaub des Lebenspartners), so können die Leistungen nur in eingeschränktem Umfang gewährt werden.

in der gesetzlichen Krankenversicherung nach SGB V:

  • nach §38 SGB V, wenn (i) der Versicherte wegen Krankenhausbehandlung oder wegen Leistungen nach §23 Abs. 2 oder 4 (bestimmter medizinische Vorsorgeleistungen), §§ 24 (Mutter/Vater-Kind-Kur zur medizinischen Vorsorge), 37 (häuslicher Krankenpflege), 40 (medizinischer Rehabilitation) oder §41 (Mutter/Vater-Kind-Kur zur medizinischen Rehabilitation) die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist und (ii) im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist, und (iii) keine im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen kann,
  • nach §24h SGB V (früher §199 RVO) wegen Schwangerschaft oder Entbindung;
  • in der gesetzlichen Unfallversicherung nach §42 SGB VII bzw. nach §54 SGB VII für landwirtschaftliche Unternehmer;
  • in der gesetzlichen Pflegeversicherung als Bestandteil der Pflegesachleistung nach §36 SGB XI;

Haushaltshilfe wird in der Pflegeversicherung als „hauswirtschaftliche Versorgung“ bezeichnet. Die hauswirtschaftliche Versorgung umfasst Hilfen beim Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung und dem Beheizen der Wohnung. Der Leistungsanspruch ist an das Vorliegen einer Pflegestufe gekoppelt, wobei der Hilfebedarf gleichzeitig teilweise mitbegründend für eine Pflegestufe ist (§15 SGBXI).

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